Die Honigbiene
Hier findest du alles Wissenswerte über die Honigbiene.
Die Honigbiene –
Kleines Tier, große Wirkung
Die Honigbiene (Apis mellifera) gehört zu den bedeutendsten Nutztieren der Welt. Als unverzichtbare Bestäuberin sichert sie nicht nur die Artenvielfalt wildwachsender Pflanzen, sondern auch einen Großteil unserer landwirtschaftlichen Ernte. Schätzungen zufolge hängen rund 80 % aller Blütenpflanzen von der Bestäubung durch Insekten ab – die Honigbiene spielt dabei eine zentrale Rolle.
LEBEN IM BIENENSTAAT
Honigbienen sind hochsoziale Insekten und leben in Völkern von bis zu 60.000 Tieren. Jedes Volk ist ein präzise organisierter Superorganismus, in dem jede Biene eine klar definierte Aufgabe übernimmt.
Die Königin ist das einzige fortpflanzungsfähige Weibchen im Volk. Sie legt bis zu 2.000 Eier pro Tag und kann mehrere Jahre alt werden. Ihre Hauptaufgabe ist die Sicherung des Fortbestands des Volkes.
Die Arbeiterinnen bilden den größten Teil des Volkes. Sie kümmern sich um die Brutpflege, die Wachsproduktion, die Verteidigung des Stocks und – als älteste Bienen – die Nahrungssuche. Ihr Leben dauert im Sommer nur etwa sechs Wochen, im Winter deutlich länger.
Die Drohnen sind die männlichen Bienen. Ihre einzige Aufgabe besteht in der Begattung einer jungen Königin. Nach der Paarungszeit werden sie aus dem Stock vertrieben.
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Von der Blüte zum Honig
Die Nahrungssammlung beginnt, wenn eine Arbeiterin das Nest verlässt und Nektar, Pollen, Wasser oder Harz sammelt.
Nektar wird im Honigmagen transportiert und im Stock durch Zugabe von Enzymen sowie Wasserentzug zu Honig umgewandelt.
Erst wenn der Honig ausgereift ist – der Wassergehalt unter 20 % liegt – wird die Wabe mit Bienenwachs verdeckelt.
Ein einziges Bienenvolk produziert in einem guten Jahr zwischen 20 und 50 Kilogramm Honig.
Pollen dient als proteinreiche Nahrung für die Larven. Propolis – ein Gemisch aus Harz und Wachsen – wird als natürliches Antibiotikum zur Versiegelung und Desinfektion des Stocks verwendet.
Kommunikation und Orientierung
Bienen kommunizieren auf bemerkenswert effiziente Weise: Mit dem sogenannten Schwänzeltanz teilt eine Sammlerin ihren Stockgenossinnen mit, wo sich eine ergiebige Trachtquelle befindet – inklusive Entfernung und Himmelsrichtung. Dieses Verhalten wurde 1973 von Karl von Frisch entschlüsselt und mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Zur Orientierung nutzen Bienen die Sonnenposition, den Polarisationswinkel des Lichts und ein ausgeprägtes Gedächtnis für Landmarken. Sie können Entfernungen von bis zu 5 Kilometern zurücklegen, um Nahrung zu finden.
Bedrohung und Schutz
Trotz ihrer ökologischen Bedeutung stehen Honigbienen und viele weitere Bienenarten unter erheblichem Druck. Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist die größte Gefahr für Bienenvölker weltweit – sie parasitiert Brut und erwachsene Bienen und schwächt das gesamte Volk. Hinzu kommen der Verlust von Lebensraum und Trachtpflanzen, der Einsatz von Pestiziden sowie Klimaveränderungen.
Imkerinnen und Imker leisten durch regelmäßige Völkerpflege, gezielte Varroabehandlung und den Erhalt naturnaher Standorte einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Honigbiene. Wer selbst aktiv werden möchte, kann durch die Anlage bienenfreundlicher Gärten, den Verzicht auf Pestizide oder die Unterstützung lokaler Imkereibetriebe zum Erhalt dieser unverzichtbaren Art beitragen.